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Rioja

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Im Ebrobecken gelegen unterteilt sich das Rioja-Gebiet in die drei Unterregionen Rioja Alta, Rioja Alavesa und Rioja Baja. Im allgemeinen vermischen sich hier atlantische und mediterrane Einflüsse. Je weiter das Gebiet nach Osten hin abfällt, umso deutlicher wird der Einfluss des Mittelmeers mit einem trockeneren und wärmeren Klima.

Während auf den Terrassenfeldern und kleinen Parzellen Kalk-Ton-Böden vorherrschen, sind die kräftig roten Böden im Anbaugebiet mit Weinbergen von eisenhaltiger Tonerde. In den ebenen und großflächig angelegten Rebflächen sieht man tiefes mit Kieselgeröll durchsetztes Schwemmland in Flussnähe.Traditionelle Rotweine der Rioja sind in der Regel Cuvées, die von Spaniens renommiertester Rebensorte, der Tempranillo, dominiert werden. Das spezielle Klima und die eher kargen Böden bringen feine Weine mit guter Struktur und eleganter Frucht hervor.

Charakteristisch für die roten Riojas ist der Ausbau im kleinen Eichenfass, der den Weinen ihre typische reife Note gibt. Gute Jahrgänge besitzen ein erstaunliches Lagerungspotential und weisen im hohen Alter eine charakteristische Säure auf, die sie von allen anderen Rotweinen der Welt unterscheidet.

In den letzten Jahren wandelte sich der Stil der Rotweine von der feinen traditionellen Art hin zu einem mächtigen, konzentrierten und tanninlastigen Weintyp. Die Weine sind dunklere, fruchtbetontere Weine, die saftiger wirken als die klassichen Riojas.In der Nase zeigen sich  Vanille, Toast- und Tabakaromen. Bei den älteren Weinen kann man gewöhnlich Noten feststellen, die an Leder und animalische Aromen erinnern.

 

 

Do Ribera del Duero

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Das Anbaugebiet in der Gegend von Valladolid zeichnet sich durch ein kontinentales Klima, mit leichtem atlantischen Einfluss aus. Die Winter sind recht kalt, während die Sommermonate heiß sind. Das Klima mit seinen großen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, läßt die Rebe zwar um das schiere Überleben kämpfen, wirkt sich allerdings vorteilhaft auf die langsamere Reifung der Traube aus und begünstigt die Entwicklung eines ausgezeichneten Säuregehalts.Die Böden sind im allgemeinen locker, wenig fruchtbar und mit relativ hohem Salzgehalt. Die Rebflächen liegen auf hügeligem Terrain in Höhen zwischen 700 und 900 m. Die besten Anbaulagen befinden sich auf den sehr kalkhaltigen Südhängen.

Vor der „Entdeckung“ dieses Rotweingebietes in den 80er Jahren, hatte niemand damit gerechnet, dass der europäische Kontinent noch ein unbekanntes Weingebiet stellen und mit dessen Weinen zügig in die Weltelite vorstoßen könnte.

Die Rotweine der Ribera erlangten ihren Ruf aufgrund ihrer wundervollen Frucht und des hohen Extraktgehaltes. Die heimische Hauptsorte Tinto Fino, die praktisch identisch mit der Tempranillo ist, ergibt sehr komplexe, facettenreiche und haltbare Weine, die gewöhnlich ein intensives Kirschrot zeigen.

In der Nase zeichnen sie sich durch Aromen von sehr reifen Früchten mit einem starken Traubenschalenakzent und einer animalischen Note aus. Der Barrique-Ausbau verleiht diesen Weinen Abrundung und eine größere Eleganz. Anerkennung unter Rotweinfreunden finden auch die süß wirkenden Tannine, die sehr viel schneller weich werden, als die der Cabernet Sauvignon.

Am Gaumen zeigen sich die roten Ribera kraftvoll, mit Körper und einem gut ausgeglichenem Verhältnis zwischen Alkohol- und Säuregehalt.

 

 

Doca Priorat

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Im Nordosten Spaniens gelegen zeichnet sich das Klima im Anbaugebiet durch Milde und Trockenheit aus. Eines der wichtigsten Merkmale sind die praktisch völlig trockenen Sommer, was eine exzellente Gesundheit der Rebflächen fördert.

Innerhalb eines schroffen Bergkranzes eingeschlossen, erstreckt sich eine faszinierende Landschaft aus engen Tälern und dürftig bewachsenen, steilen Hügeln. An diesen unwegsamen Hängen wächst der berühmte Priorato-Wein.

Kaum ein anderer Wein Spaniens ist so sehr von den Bodenverhältnissen beeinflusst. Diese sind wohl der entscheidende Faktor, der die Weine dieser Region anders macht und qualitätsmäßig in die erste Reihe katapultiert hat, nicht nur in Spanien sondern weltweit.

Die Reben bringen auf den berühmten Schieferböden (licorella) erstaunliche mineralische Noten in die Weine. Aufgrund des trockenen Untergrunds mit minimaler Humusdecke, sind die Erträge sehr gering. Doch wie es eben mit den guten Dingen dieser Welt ist, sind Prioratweine zwar ein rares Gut – lediglich 1800 ha Rebland, von dem immer noch mehr als die Häfte unbestellt ist – aber dafür ist der Wein auch ein umso hochwertigeres Produkt.

Der Rebspiegel wird zu 3/4 von den beiden traditionellen Sorten des Gebietes, der Garnacha und der Cariñena, beherrscht. Die Weine bieten in der Nase eine große Komplexität, mit Noten sehr reifer Früchte und vielen mineralischen Noten. Am Gaumen besitzen sie viel Charakter und Struktur, sind kraftvoll, vollmundig, weisen deutliche Tannine auf und sind sehr lang anhaltend im Abgang. Ist das Gebiet für starke Rotweine mit einer oxidativen Reife bekannt, so ist für den schnellen Ruhm der Weine der neuen Welle ihre ungeheure Dichte und Tiefe ausschlaggebend, begleitet von einer hochkonzentrierten Frucht. Sie werden modern bereitet und in Barriques gereift.

 

 

DO Montsant

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Das junge Anbaugebiet, das erst seit 2001 eine anerkannte D.O. (Denominacion de Origen) ist, liegt im Nordosten Spaniens, unmittelbar angrenzend an  das bekannte Priorat. Vom Meer abgeschirmt durch die  Berge herrscht hier ein eher kontinentales Klima. Die großen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht stellen ein wichtiges Qualitätsmerkmal beim Reifeprozess der Trauben dar. Darüberhinaus tragen die feuchten Meereswinde dazu bei, das sommerliche Wasserdefizit auszugleichen.

Die Bodenverhältnisse werden großteils wie in der Nachbarregion Priorat durch den berühmten Kieselschiefer („Licorellas“) bestimmt. Diese speziellen Bodenverhältnisse werden wohl auch die Weine dieser Region langfristig in die erste Liga spanischer wie auch internationaler Weine katapultieren.Die besten, auf Barrique ausgebauten Rotweine zeigen eine hohe Fruchtkonzentration, sind kraftvoll, körperreich und sehr lang anhaltend im Abgang.. Die auftretenden mineralischen Noten erinnern an die Roten aus dem Priorat. Die Haupttrauben in diesem Gebiet sind die Garnacha und Cariñena, die sehr oft in Cuvees mit Cabernet Sauvignon, Syrah und Merlot anzutreffen sind

 

 

Tierra de Castilla/Do Uclés

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In den letzten Jahren trifft man immer häufiger auf hochwertige Weine mit der Bezeichnung Vinos de la Tierra. Das Konzept dieser Weine bzw. der Weinmacher ist ähnlich wie die der „Vins de Pays of France“. In Spanien gibt es heute rund 30 solcher Regionen.

Von Gesetz her handelt es sich hier um einen Begriff, der einen vorübergehenden Status zum Ausdruck bringt. Sozusagen die Vorstufe zur Anerkennung als offizielle DO – Denominacion de Origen. Nach 5 Jahren kann sich die jeweilige Region für den DO– Status bewerben. Viele Bodegas jedoch entscheiden sich lieber gegen die Zugehörigkeit zu einer DO, um so die strengen Gesetze zu umgehen und bei der Weinherstellung freier zu sein.

Ein Umstand, der sich jedoch keinesfalls in einer Minderung der Qualität dieser Weine wiederspiegelt. Ganz im Gegenteil. Die Weinmacher nutzen auf diesem Weg zahlreiche Freiheiten wie etwa, jene, der freien Traubensorten-Auswahl, wie auch die freie Wahl der Ausbaulänge im Barrique u.v.m. um immer öfter interessante, innovative Weine von Top-Qualität zu erzeugen.

 

 

DO Toro

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Das Toro-Gebiet, im Westen Spaniens, umfasst Gemeinden der Provinz Zamora und der Provinz Valladolid. Es herrscht hier ein extrem kontinentales, trockenes Klima mit atlantischen Einflüssen. Die Sommer sind kurz und nicht besonders heiß, die Winter sehr kalt mit langer Frostperiode.

Das Anbaugebiet wird von sanft gewellten Hügeln bestimmt. Die Rebflächen liegen zwischen 600 bis 800 m Höhe. Der Boden besteht hauptsächlich aus dunklem Kalk. Die besten Böden sind allerdings steinige Flussablagerungen.

Die für diese Region besonders charakteristischen Rotweine besitzen die sortentypischen Merkmale der Traubensorte Tinta de Toro (= Tempranillo). Ebenso besitzen diese Weine einen hohen Alkoholgehalt (13% oder mehr % Vol.) sowie einen guten Säuregehalt. Als junge Weine sind sie dunkel kirschrot mit violettem Schimmer.

In der Nase zeichnen sie sich mit guter Intensität und an Brombeeren und allgemein an schwarze Früchte erinnernde Noten aus. Im Gaumen sind sie kraftvoll, würzig, körperreich und im Abgang lang, vollmundig und körperreich nachklingend.

 

 

DO Utiel-Requena/el Terrerazo

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Im Westen der Provinz Valencia gelegen, ist das Weinbaugebiet durch kontinentales Klima mit mediterranem Einfluss bestimmt. Die Winter sind kalt und die Sommer etwas milder als in anderen Teilen der Provinz. Die Niederschlagsmenge ist gering.Die Böden sind mehrheitlich von dunkler, fast rötlicher Farbe, mit kalkhaltiger Zusammensetzung und einer guten Wasserdurchlässigkeit. Die Rebstöcke sind von Wäldern umgeben und bieten somit ein attraktives Landschaftsbild.Die im Utiel Requena verarbeitete Bobal-Traube gibt dem Wein viel Farbe und eine etwas rustikale Note. Mit ihrem Körperreichtum besitzen diese Rotweine einen langen, intensiven Abgang.

 

 

Do Ribeira Sacra

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Die DO Ribeira Sacra liegt in der nordwestspanischen Region Galicien und bedeutet übersetzt „das Heilige Uferland“ und deutet somit auf die zahlreichen Klostergründungen im 12. und 13. Jahrhundert hin. Westlich schließt sich Ribeira Sacra an die Weinregion Rias Baixas an und liegt nahe der portugiesischen Grenze.

Die DO ist in sechs Subzonen unterteilt: Amandi, Chantada, Quiroga-Bibei, Ribeiras do Miño, Ribeira do Sil-Ourence und Sober.Die wunderschöne Landschaft erstrahlt beinahe mystisch – geprägt durch üppige Wälder und zahlreiche Weinberge, die von drei Flüssen durchzogen werden.

Das Weinbaugebiet mit einer bestockten Rebfläche von ca. 1300 ha liegt sichelförmig eingebettet zwischen den Flüssen auf einer Höhe von maximal 400 bis 500 m.

Die Rebstöcke wachsen auf zumeist sehr steilen und terrassierten Rebflächen auf verwittertem Schiefer- und Granitboden, der den Weinen eine unverwechselbare Mineralik verleiht.Innerhalb des Weinbaugebietes sind alle Weintypen zugelassen. International ist man jedoch darum bemüht, die Berühmtheit der weißen Rebsorte Godello zu nutzen. Weitere weiße Sorten sind die Albariño, die Doña Blanca, Treixadura, Loureira und die Torrontés.

Bekannt geworden ist das Gebiet jedoch durch ihre exzellenten und außergewöhnlichen Rotweine, die gemäß der relativ jungen Reglementierung mindestens 85% der Mencia-Traube enthalten müssen. Somit belegt die rote Menica, die gerne mit den Trauben Brancellao und Garnacha Tintorera verschnitten wird, 86% der bestockten Rebfläche in diesem Gebiet.

 

 

Do Yecla/Alicante

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Yecla Im Südwesten Spaniens, in der Provinz Murcia gelegen, zeichnet sich das Yecla-Gebiet durch ein kontinentales Klima mit leicht mediterranem Einfluss aus. Die Sommer sind trocken und heiß, die Winter kalt und mit geringer Niederschlagsmenge. In einer hügeligen Geländestruktur herrschen in Yecla vorwiegend kalkhaltige, tiefe Böden vor.

Die Weißweine haben im allgemeinen eine strohgelbe Farbe. Sie sind fruchtig und besitzen eine gute Aroma-Intensität. Die charakteristischen Rotweine dieser Region sind generell mit hohem Volumen ausgestattet. Sie werden auf Grundlage der qualitativ hochwertigen Monastrell-Traube ausgebaut und sind kirschrot mit einem violetten oder granatroten Schimmer.

In der Nase entfalten die Rotweine Noten reifer Früchte und aufgrund der starken Sonneneinstrahlung in diesem Gebiet gelegentlich Rosinennuancen. Am Gaumen zeigen sie sich körperreich, warm und gehaltvoll.

 

 

DO Cariñena

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Das Cariñena-Gebiet im Nordosten Spaniens in der Provinz Zaragoza im Ebrotal gelegen, zeichnet sich durch ein kontinentales Klima mit kalten Wintern und heißen Sommern mit wenig Niederschlagsmenge aus.

In den Anbaugebieten kommen sowohl dunkler Kalkstein als auch rötlich-dunkler Boden vor. Die Rebflächen befinden sich auf Höhenlagen zwischen 400 und 800 m.Die Weißweine der Cariñena zeichnen sich durch eine strohgelbe Farbe und einen fruchtig, blumigen Charakter aus.Die modernen Roséweine besitzen eine rosige Farbe, gute Fruchtintensität und zeigen sich dank der Garnacha-Traube am Gaumen gehaltvoll.

Die Rotweine sind robust und haben einen warmen Charakter. Sie zeigen dunkles Kirschrot mit violetten Nuancen und ein Aroma reifer Früchte, die an Brombeeren und Pflaumen erinnern. Durch die Garnacha-Traube sind sie auch sehr geschmackvoll am Gaumen. Die Crianzas werden am Gaumen durch die Einwirkung des Holzes sanfter und weisen balsamische Noten und Röstakzente auf.

 

 

DO La Mancha

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La Mancha ist das flächenmäßig größte Weinbaugebiet in Spanien und der Welt. Es herrscht hier extremes Kontinentalklima mit Temperaturen, die zwischen +40/+45‘C im Sommer und -10/-12‘C im Winter schwanken.

Das Gelände ist eben und die Rebflächen befinden sich in einer Höhe von etwa 700 m. Die Böden weisen eine sandige, kalk- und tonhaltige Zusammensetzung auf.

Bei den hauptsächlich auf  die Cencibel-Traube (lokaler Name für die Tempranillo) aufgebauten Rotweinen findet man vor allem junge Weine mit guter Farbe. Sie sind frisch, fruchtig und mit dem typischen Sortencharakter in der Nase. Am Gaumen zeigen sie sich körperreich und gehaltvoll.

Im Barrique ausgebaut behalten sie im allgemeinen diese Eigenschaften, durch den Beitrag des Holzes jedoch in etwas milderer Form. Die Reservas und Gran Reservas liegen hinsichtlich des Ausbaus ganz auf der Linie der traditionellen Weine aus dem Rioja-Gebiet.

 

 

DO Rueda

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Zwischen den bekannten Rotweingebieten Toro und Ribera del Duero liegt das traditionsreichste Weißweingebiet Zentralspaniens, das Rueda. Ein kontinentales Klima mit kalten Wintern und kurzen, heißen Sommern bestimmen das Anbaugebiet. Die Rebflächen liegen auf einer durchschnittlichen Höhe von 600 bis 700 m.

Die Kiesböden mit einem hohen Anteil an Kieselgeröll an der Oberfläche führen wenig organische Substanzen und verfügen über eine gute Durchlüftung und Bewässerung. Im allgemeinen liegt sandiges und lehmiges Erdreich vor.

Der unangefochtene Star des Gebiets ist die Verdejo-Traube. Die Weine aus Rueda werden ausschließlich aus dieser weißen Traubensorte gemacht und weisen bei grünlich-strohgelber Farbe Struktur, Körper und eine angenehme Fruchtigkeit auf.

Charakteristisch sind Aromen von Minze und Apfel sowie mineralische Noten und ein sehr typischer eleganter Ton im Mund.

Gute Resultate erbringt auch die Sauvignon Blanc, die im Zuge der neueren Rueda-Ära ganz neu angepflanzt wurde. Diese Weine bieten ein kräftiges, geschmackvolles Aroma mit blumigen Noten.

 

 

Do Rias Baixas

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Im Nordwesten Spaniens gelegen herrscht im Anbaugebiet atlantisches Klima mit milden, gemäßigten Temperaturen. Durch den Einfluss des Meeres kommt es zu einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit mit reichlichem Niederschlag.

Das Gebiet unterteilt sich in Unterzonen mit unterschiedlichen Bodenverhältnissen. Die sandigen Böden, welche von geringer Tiefe sind, stellen einen günstigen Boden für Qualitätsweine dar. Beim felsigen Boden im Binnenland dominiert der Granit. In allen Regionen sind Quartärablagerungen häufig.

Noch vor 15 Jahren waren die Weißweine aus dem Rias Baixas völlig unbekannt. Die Weißweine sind geprägt von der unverwechselbaren Persönlichkeit der Albariño-Traube. Die Farbe reicht von blassgelb bis grünlich gelb. Die reinsortigen Albariños sind im ganzen Gebiet üblich. Bei der Albariño-Traube handelt es sich um eine sehr aromatische Sorte, die neben einer eleganten Frucht, guten Extrakt und eine feine Säure aufweist. Die Weine entwickeln in der Nase blumige Aromen mit ausgezeichneter Intensität, die an sehr reife Äpfel, Aprikose oder Minze erinnern können. Am Gaumen entwickeln sie einen fruchtigen Charakter und anhaltenden Körper.

Die wunderbare Frucht der Rias Baixas-Weine, die oft exotische Noten annimmt, sowie die schlanke aber kräftige Struktur machen aus diesen Weinen ideale Essensbegleiter. Ein guter Rias Baixas ist immer hocharomatisch.

 

 

Do Pendés

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Die Gesamtgröße der DO Penedés umfasst 33.000 Hektar. Die Region, welche in der Provinz Barcelona liegt, ist bestimmt durch ein mediterranes Klima mit mildem Winter, mäßig warmem Sommer und nicht allzu viel Regen. Seit 1986 ist Cava mit der Qualitätsbezeichnung Denominación de Origen Cava geschützt.

DO Cava bedeutet in diesem Fall somit keine Herkunftsbezeichnung aus einer bestimmten Region, sondern den Hinweis auf die Qualität Cava. In den Korken eines echten Cava ist ein Stern eingebrannt. Die Hauptrebsorten für weiße Cavas sind die Sorten Parellada, Xarel-lo Macabeo. Spanien ist nach Frankreich der zweitwichtigste Herkunftsmarkt für Qualitätsschaumwein weltweit.

 

 

Sherry de Jerez

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Das Anbaugebiet der durch die Herkunftsbezeichnung Jerez-Xérès – Sherry und Manzanilla-Sanlúcar de Barrameda geschützten Weine umfasst die Ländereien innerhalb der Gemeindebereiche von Jerez de la Frontera, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa Maria. Die gesamte Rebfläche umfasst 10.500 ha.

Einzigartig ist die weisse Erde der Albariza Böden (organischer Kreidemergel), welche Weine von höchster Qualität hervorbringen. Nach alter Tradition teilen die Winzer von Jerez das Weinanbaugebiet in Flurstücke ein, in sogenannte „pagos“, die aus kleinen Weinbergen mit einheitlichem Boden, homogenem Kleinklima bestehen und topografisch begrenzt werden. Milde Winter und sehr heiße Sommer sowie eine Durchschnitts-Temperatur von 17,5 Grad und 290 wolkenlose Sonnentage sorgen für ein Klima, das einer warmen südlichen Zone mit starkem Einfluss des Atlantischen Ozeans entspricht. Frost und Hagel treten praktisch nicht auf. Zwei Winde dominieren die Region: Poniente (Westen) – frisch & feucht und Levante (Süd-Osten) – mild & trocken.

Das Consejo Regulador läßt 3 Traubensorten für die Herstellung von Sherry zu: Palomino, Pedro Ximenéz und Moscatel. Je nach Traubenverwendung reichen die verschiedenen Sherry Typen von knochentrocken über halbtrocken bis sehr süß.

Brandy de Jerez
Das Ausbaugebiet befindet sich wie beim Sherry im Dreieck von Jerez, Sanlúcar de Barrameda und El Puerto de Santa Maria. Brandy ist eine Spirituose mit einem Alkoholgehalt zwischen 36 und 40%. Spanischer Brandy wird ausschließlich aus Wein hergestellt. Die hochwertigen Brennweine kommen aus dem Herzen Spaniens, der La Mancha. Seit 1985 gehört der Brandy de Jerez neben dem Cognac und dem Armagnac zu den einzigen Weinbränden mit offizieller Ursprungsbezeichnung.

Der Brandy reift ebenfalls wie der Sherry im Solera und Criadera Verfahren, und wird dabei in gebrauchten Sherryfässern gelagert. Je nach Ausbaulänge unterscheidet man zwischen einem Brandy Solera, einem Brandy Solera Reserva und der Premium-Stufe, einem Brandy Solera Gran Reserva.